Die Batterie eines Elektroautos speichert Gleichstrom. Das öffentliche Stromnetz liefert jedoch Wechselstrom. Der wichtigste Unterschied zwischen AC- und DC-Laden ist daher der Ort, an dem der Strom für die Batterie umgewandelt wird.
AC-Laden: Das Ladegerät sitzt im Auto
An Wallbox und normaler AC-Ladesäule fließt Wechselstrom zum Fahrzeug. Dort wandelt der On-Board-Charger ihn in Gleichstrom um. Seine Leistung begrenzt, wie schnell das Auto AC laden kann – selbst wenn die Säule mehr bereitstellen könnte.
DC-Laden: Die Säule übernimmt die Umwandlung
Eine Schnellladesäule enthält leistungsstarke Gleichrichter und liefert geregelten Gleichstrom über den CCS-Anschluss direkt an das Hochvoltsystem. Das Fahrzeug handelt mit der Säule aus, welche Spannung und welcher Strom gerade zulässig sind.
AC mit Typ 2
Geeignet für längere Standzeiten zu Hause, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Das eigene Typ-2-Kabel ist an vielen öffentlichen Säulen erforderlich.
DC mit CCS
Für kurze Ladestopps auf längeren Strecken. Das schwere Kabel ist an der Schnellladesäule fest angeschlagen.
HPC
High Power Charging bezeichnet besonders leistungsfähiges DC-Laden. Nutzbar ist nur die Leistung, die Fahrzeug, Batterie und Säule gemeinsam ermöglichen.
Warum der Spitzenwert wenig über die Ladezeit sagt
Die DC-Leistung verändert sich während des Ladevorgangs. Bei passender Temperatur und niedrigem Ladestand kann sie hoch sein; mit steigendem Ladestand regelt das Batteriemanagement zurück. Aussagekräftiger als ein kurzer Spitzenwert sind deshalb die Ladekurve und die durchschnittliche Leistung in einem definierten Bereich, etwa von 10 bis 80 Prozent.